Vereinfachte Wechselbedingungen in der PKV
Posted on Mar 15, 2011 under Uncategorized | No CommentAngesichts der weitreichenden Finanzkrise der gesetzlichen Krankenkassen, die derzeit die Öffentlichkeit erhitzt, denken nur noch mehr Verbraucher über den Wechsel in die private Krankenversicherung nach. Zudem haben sich seit Anfang des Jahres die Bedingungen für den Wechsel in die PKV vereinfacht. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, in die private Krankenversicherung für Angestellte zu wechseln. Vor dem Wechsel lohnt es sich jedoch, verschiedene Versicherungsangebote einer gründlichen Prüfung zu unterziehen.
Immer mehr Beamte, Angestellte und Selbstständige fragen sich, ob sich der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung für sie lohnt. Die PKV bietet ihren Versicherten vielfältige Leistungen, die von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht abgedeckt werden. Auf der anderen Seite gibt es bei der PVK im Gegensatz zur GKV keine Familienversicherung. Daher empfehlen Finanzberater besonders Angestellten und Selbstständigen, den Wechsel gründlich zu durchdenken. Zudem sollten die so genannten “Billig-Tarife” mit besonderer Vorsicht unter die Lupe genommen werden.
Vorsicht vor “Billig-Tarifen”
Viele private Versicherungsunternehmen bieten vermeintlich günstige Tarife unter 100 Euro an, um neue Kunden zu gewinnen. Derartige Angebote sollten potentielle Interessenten jedoch besonders gründlich prüfen. Denn in vielen Fällen sind die Beiträge derartiger Versicherungsangebote nur zu Beginn des Versicherungsverhältnisses besonders günstig. Im Laufe der Jahre steigen die anfänglich niedrigen Tarife rasant an.
Vor Vertragsabschluss sollten sich Verbraucher deswegen unbedingt die Preisentwicklung des jeweiligen Tarifs vom Unternehmen zeigen lassen. Auch sollte speziell bei derartigen “Billig-Tarifen” überprüft werden, welche Leistungen der der Versicherer jeweils abdeckt. Nicht selten ist bei besonders günstigen Tarif-Angeboten der Leitungsumfang niedriger.
Keine geschlechtsspezifischen Beiträge mehr
Bisher hatte auch das Geschlecht einen Einfluss auf die Betragshöhe in der PKV. So müssen Frauen in der Regel höhere Beiträge zahlen, als männliche Versicherte. Per Gesetz wurde nun jedoch die Einführung von so genannten Unisex-Tarifen beschlossen. Somit wird ab 2013 das Geschlecht kein ausschlaggebendes Kriterium mehr sein für die Höhe der Beiträge. Allerdings sollte Versicherte sich nicht zu viele Hoffnungen machen, dass ab dann die PKV für Frauen günstiger ausfallen wird. Viel wahrscheinlicher ist es, dass die Beiträge für Männer in der PKV steigen werden.
Erleichterte Wechselbedingungen
Vielen Verbrauchern erscheint der Wechsel in die private Krankenversicherung seit Beginn des Jahres besonders attraktiv, die Wechselbedingungen zu 2011 einfacher gestaltet worden sind. So können Angestellte, die im vergangenen Jahr mit ihrem Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschritten haben in diesem Jahr direkt in die PKV wechseln. Denn mit einer Sonderregelung in der Gesundheitsreform wurde die vormals gültige Wartezeit von drei Jahren zum Beginn 2011 aufgehoben.